Das römische Miliärwesen gehört zu den zentralen Arbeitsgebieten der Provinzialrömischen Archäologie. Neben dem reichen literarischen und bildlichen Quellenmaterial waren es seit dem Beginn der Forschungen im 19. Jahrhundert vor allem die Bodenfunde, die neue und weiterführende Erkenntnisse zur Organisation und Ausrüstung der römischen Armee erbrachten. Die archäologischen und historischen Quellen geben Aufschluss über die mit dem Übergang von der republikanischen Milizarmee zur (früh-)kaiserzeitlichen Berufsarmee verbundenen Veränderungen in der Organisation und Bewaffnung des Heeres. Neue Gegner und ein Wandel in der Kriegsführung zwangen Rom immer wieder dazu, Kriegstaktiken ebenso wie Kastellbauten und die Ausrüstung der Soldaten den neuen Anforderungen entsprechend anzupassen.
Die Vorlesung gibt einen Überblick über die Entwicklung der römischen Armee und ihrer Ausrüstung von der Zeit der späten Republik bis in die Spätantike.
Für diese Vorlesung sind auch Gruppenanmeldungen möglich, bei Interesse wenden Sie sich bitte an < s.ortisi@lmu.de >.